Die EEG Umlage

Die EEG Umlage stellt für viele Unternehmen mit hohem Stromverbrauch eine große finanzielle Belastung dar. Privilegierte Unternehmen können diese Umlage über die Besondere Ausgleichsregelung (BesAR) reduzieren. Die gesetzlichen Regelungen der Umlagen sind im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vorgegeben. Dieses hat sich in den letzten Jahren stark verändert. In 2016 wurde das EEG mehrfach umfassend geändert, letztmalig am 22.12.2016, sodass am 01. Januar 2017 das neue EEG 2017 in Kraft getreten ist.


So profitieren Sie von einer Begrenzung der EEG Umlage durch die BesAR

Nach dem EEG profitieren Unternehmen von der Kostenerleichterung durch die BesAR, wenn folgende Randbedingungen erfüllt sind:.

  • Unternehmen der Branche nach Anlage 4 EEG (Liste 1 und 2)
  • Selbstverbrauchte Strommenge an einer Abnahmestelle im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr liegt über einer Gigawattstunde
  • Stromkostenintensität von mindestens 14 % für Unternehmen der Liste 1 bzw. 20 % für Unternehmen der Liste 2
  • Betrieb eines zertifizierten Energiemanagementsystems (ISO 50001) oder Umweltmanagementsystems (EMAS) bzw. ein testiertes alternatives System gemäß Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung (SpaEfV) für bestimmte Unternehmen mit einem Verbrauch bis zu 5 GWh an einer Abnahmestelle 

Anträge zur Begrenzung der EEG Umlage sind bei dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bis zum 30.06. jeden Jahres einzureichen. Das BAFA bietet seit 2017 erstmalig qualifizierte Eingangsbestätigungen für Unternehmen, die Ihre Anträge bis zum 15. Mai 2017 einreichen. Durch eine Vorabprüfung mit Bestätigung seitens des BAFA erzielen Unternehmen dadurch mehr Planungssicherheit, da die formale Vollständigkeit des Antrages bestätigt und damit die Ausschlussfrist eingehalten wird.  
 

Anforderungen zum Antrag einer Begrenzung der EEG Umlage nach BesAR

  • Stromlieferverträge und Stromrechnungen für das letzte abgeschlossene Geschäftsjahr
  • von einem EVU gelieferte oder selbsterzeugte Strommengen und selbstverbrauchte sowie weitergeleitetet Strommengen für die letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre
  • Bescheinigung eines Wirtschaftsprüfers oder vereidigten Buchprüfers über die geprüften Jahresabschlüsse der letzten drei Geschäftsjahre (inklusive Betriebszweck, Strommengen und Bruttowertschöpfung)
  • Nachweis über die Wirtschaftszweig-Klassifikation durch ein statistisches Landesamt
  • ISO 50001-Zertifikat oder gültigen EMAS-Bescheid bzw. Nachweis (Testat) eines alternativen Systems nach SpaEfV

 

Hintergrund zum EEG

Die Förderung und der Ausbau von erneuerbaren Energien ist ein zentraler Bestandteil der Energiewende. Die Energiewende wurde ins Leben gerufen, um die Stromversorgung in Deutschland klima- und umweltfreundlicher zu gestalten und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren. Um die Kosten für den Ausbau der Erneuerbaren Energien gerecht zu verteilen, wurde das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) konzipiert.

Mit dem EEG sollte bereits im Jahr 2000 eine Maßnahme zur Förderung von Strom aus erneuerbaren Energien entstehen. Somit wurde den erneuerbaren Energien, wie Wind- und Sonnenenergie, durch feste Vergütungen und eine garantierte Abnahme ein Markteintritt ermöglicht.

Mit der Novellierung des EEG 2017 in 2016 läutet Deutschland einen Paradigmenwechsel ein, denn die Vergütungshöhe der erneuerbaren Energien wird ab 2017 nicht mehr staatlich festgelegt, sondern durch Ausschreibungen am Markt ermittelt.

Mehr zu den Fakten rund um das EEG 2017 gibt es hier.

 

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