ISO 14001:2026 & neue IED‑Pflichten

Aktuelle Entwicklungen: ISO 14001:2026 & neue IED‑Pflichten

Unternehmen stehen vor wichtigen Änderungen im Umweltmanagement. Zwei zentrale Regulierungsstränge laufen derzeit zusammen: die Revision der DIN EN ISO 14001 und die Umsetzung der novellierten Industrieemissionsrichtlinie (IED). Für Betreiber bedeutet dies neue Anforderungen, aber auch zusätzliche Zeit für eine qualitativ hochwertige Umsetzung.

1. IED‑Novellierung – Einführungspflicht für Umweltmanagementsysteme verschiebt sich

Die Bundesregierung hat am 21. Januar 2026 die Entwürfe eines Gesetzes und einer Mantelverordnung zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2024/1785 beschlossen.
Der neue Entwurf stellt klar:

  • Die Einführungspflicht von Umweltmanagementsystemen für Unternehmen mit IED‑Anlagen wird auf den 30. Juni 2030 verschoben.
  • Für neue Anlagen gilt die Pflicht erst zur Inbetriebnahme.
  • Das UMS kann standort- oder unternehmensweit organisiert werden, wenn alle geforderten Elemente berücksichtigt sind.

Der Entwurf definiert Mindestanforderungen wie:

  • Umweltziele zur Verbesserung von Umweltleistung & Sicherheit
  • Leistungsindikatoren & Maßnahmen zur Ressourceneffizienz
  • Integration von Energieaudits bzw. Energiemanagementsystemen
  • Maßnahmen zur Risikominderung sowie Einbindung der BVT‑Schlussfolgerungen

2. ISO 14001:2026 – Veröffentlichung noch im Jahr 2026 erwartet

Die Revision der ISO 14001 wird 2026 erwartet.
Sie enthält u. a.:

  • verpflichtende Integration der Climate Action Changes
  • stärkere Ausrichtung auf Biodiversität, Ressourceneffizienz und Lebenszyklus
  • modernisierte, harmonisierte Struktur zur besseren Integration

Die Übergangsfrist beträgt voraussichtlich etwa 3 Jahre (bis ca. 2029).

3. Umsetzung für Unternehmen

Durch die Verschiebung der Einführungspflicht für UMS nach IED (bis 2030) und die Einführung der neuen ISO 14001‑Revision (Übergang bis ca. 2029) entsteht eine ideale Möglichkeit, beide Vorgaben integriert umzusetzen:

Empfohlene Schritte:

  1. Gap‑Analyse: ISO 14001:2026 + IED‑§ 3 + BVT
  2. Bestehende UMS aktualisieren
  3. Neue Systeme direkt nach ISO 14001:2026 aufbauen
  4. Energieaudits / Energiemanagement integrieren
  5. Stufenplan 2026–2030 definieren

Die parallele ISO‑Revision und Umsetzung der IED mit Verschiebung der Frist, bietet eine einmalige Chance, Umweltmanagementsysteme zukunftssicher, rechtssicher und effizient aufzubauen oder weiterzuentwickeln.

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