Energieaudit nach DIN EN 16247-1

Durch die Energiewende in Deutschland hat das Energieaudit eine große Bedeutung für Unternehmen, ob KMU oder Nicht-KMU, bekommen. Für Nicht-KMU gilt seit 2015 die Energieaudit Pflicht. Für KMU kann das Energieaudit eine Möglichkeit zur Erfüllung zum Erhalt der Stromsteuererstattung nach SpaEfV sein. Mit der DIN EN 16247-1 wurde 2012 ein europaweit geltender Standard veröffentlicht, der den Rahmen und die Anforderungen für die Durchführung eines qualitativ hochwertigen Energieaudits festlegt.

Abgesehen von der Erfüllung rechtlicher Vorgaben führt ein Energieaudit dazu die Energieeffizienzpotenziale in Ihrem Unternehmen aufzudecken. So kann durch die Umsetzung, der innerhalb des Energieaudits aufgezeigten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung (inkl. Wirtschaftlichkeitsbetrachtung), Ihr Energieverbrauch sowie die damit verbundenen Energiekosten gesenkt werden.

Sie suchen Unterstützung bei der Durchführung eines Energieaudits? Unsere Experten beraten Sie gerne, entwickeln gemeinsam mit Ihnen die optimale Lösung für Ihr Unternehmen und begleiten Sie kompetent bei der Umsetzung.
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Warum ein Energieaudit?

  • Durch die Novellierung des Energiedienstleistungsgesetzes (EDL-G) sind Nicht-KMU zur Durchführung eines Energieaudits nach DIN EN 16247-1 verpflichtet (alternativ Energiemanagement nach ISO 50001 oder EMAS)
  • Zur Reduzierung der Energie- und Stromsteuer können KMU ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 nachweisen.
  • KMU, die nicht von der Stromsteuererstattung oder der EEG Umlage Gebrauch machen, können vom BAFA Fördermittel für Ihr Energieaudit profitieren.
  • Energieaudits decken Schwachstellen in Ihrem Energiemanagement auf und führen zu mehr Energieeffizienz. Das reduziert den Energieverbrauch und senkt die Energiekosten.
     

Ablauf eines Energieaudits nach DIN EN 16247-1

Ablauf eines Energieaudit nach DIN EN 16247-1.Ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 läuft nach einem klar strukturierten Prozess ab. Durch die flexible Anpassung der Energieaudits eignen sie sich für Unternehmen jeder Größe und Komplexität.

Der einleitende Kontakt

Ein Energieaudit beginnt mit dem ersten Gespräch zwischen Energieberater und Kunde. Es werden Ziele und Umfang des Energieaudits abgestimmt sowie Durchführungszeitraum, Anwendungsbereiche, Datenverfügbarkeit und Detaillierungsgrad etc. festgelegt.

Die Auftakt-Besprechung

In der Auftakt-Besprechung vereinbaren beide Seiten vertragliches, wie Geheimhaltung und Datenschutz sowie Zeitpläne und Datenlieferungen. Der Energieberater erläutert die weitere Vorgehensweise und praktische Ausgestaltung des Audits und das Unternehmen informiert die betroffenen Mitarbeiter bzw. über das anstehende Energieaudit und bestimmt einen Verantwortlichen, der das Energieaudit maßgeblich begleitet.

Die Datenerfassung

Der Energieberater fasst die vom Unternehmen bereitgestellten Daten zusammen und wertet sie aus. Auf dieser Basis können anschließend alle nötigen energierelevanten Messungen und der Vor-Ort-Einsatz optimal geplant und vorbereitet werden. Eine Basisdatenerhebung beinhaltet zum Beispiel:

  • Mitarbeiteranzahl
  • Betriebszeiten
  • Produktionsdaten
  • Geplante energierelevante Änderungen z.B.: neue Anlagen und Gebäude
  • Geplante und durchgeführte Energieeffizienzmaßnahmen
  • Gesamtenergieverbrauch und Energiekosten nach Energieträgern und Zeiträumen
  • Listen der Energie verbrauchenden Systeme, Prozesse und Einrichtungen

Der Außeneinsatz

Bei einer Vor-Ort-Begehung macht sich der Energieauditor ein konkretes Bild über die energierelevanten Gegebenheiten und den energetischen Stand des Unternehmens. Dazu zählen die Erfassung des Energieverbrauchs unter realistischen Bedingungen, die Analyse des Nutzerverhaltens und das Verständnis für Prozesse und Arbeitsabläufe.

Die Analyse

Nach der Vor-Ort-Begehung analysiert der Auditor die ermittelten Daten, leitet konkrete Einsparpotenziale ab, bewertet diese und fasst sie in einem Bericht zusammen. Die DIN EN 16247-1 fordert an dieser Stelle eine Aufschlüsselung des Energieverbrauchs auf der Verbrauchs-und Versorgungsseite.

Der Bericht

Der Bericht nach einem Energieaudit muss gemäß DIN EN 16247-1 transparent und nachvollziehbar sein und die folgenden Kapitel enthalten:

  1. Zusammenfassung
  2. Hintergrund
  3. Dokumentation des Energieaudits
  4. Möglichkeiten zur Verbesserung der Energieeffizienz
  5. Schlussfolgerung

Außerdem müssen alle Daten, die im Rahmen der Datenerhebung oder Messung ermittelt wurden, im Bericht enthalten sein.

Abschlussbesprechung

Der Energieberater präsentiert dem Unternehmen in der Abschlussbesprechung die Ergebnisse des Energieaudits.
 

Auditschwerpunkten decken größere Einsparpotenziale auf

Innerhalb von Energieaudits können auch Themenschwerpunkte gewählt werden. In einem solchen Detailaudit analysieren wir tiefergehend einzelne Effizienzpotentiale. In den ausgewählten Bereichen wird der Bestand erfasst, Konzepte zur Optimierung erarbeitet und deren Wirtschaftlichkeit bewertet.
 

Jetzt BAFA Förderung für Energieaudit sichern

Ein Detailaudit kann ideal mit der Förderung Energieberatung im Mittelstand (für KMU) kombiniert werden. Die Energieberatung für den Mittelstand ist auf Unternehmen aus den verschiedensten Bereichen und Sektoren anwendbar. Ebenso lassen sich konkrete Umsetzungsprojekte u.a. im Bereich der Querschnittstechnologien vom BAFA fördern.

Unsere Energieaudits nach DIN EN 16247-1 sind für die Erfüllung rechtlicher Forderungen geeignet. Die TENAG Experten sind bei der BAFA gelisteten Energieeffizienz-Experten und passen das Energieaudit individuell auf Ihr Unternehmen und Ihre Zielstellungen an.

Unser Team unterstützt Sie gerne auch bei der Antragstellung für die BAFA Förderung. Sprechen Sie mit unseren Experten.

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